Zusammensein und persönliche Entfaltung
[...]Unter meinesgleichen sind tradierte Werte nicht aufrechtzuerhalten, und das zu Gunsten der persönlichen Entfaltung. Das ist eine schmezliche Erkenntnis, aber ein wichtiger Schritt zu echten Gefühlen und dem Zusammensein der Person wegen.[...]
Was soll dieser Satz bedeuten?
Folgendes:
So wie ich Bziehungen erlebt habe und sie auch( natürlich nur mit meinen Augen und aus meiner Perspektive) beobachte, sind sie zu einen nicht unerheblichen Teil von tradierten Werten untermauert. Nach dem Motto: Beziehung und Familie muss man schon haben. Dafür wird dann auch alles getan und die persönlichen Bedürfnisse werden hinten angestellt. Sei es, weil ein Kind da ist, das beide Eltern braucht oder einfach die Angst vor der Einsamkeit. Dann wird sich verbogen und Willen werden gebrochen und Träume aufgegeben. Nun kann man sagen, dass Familie und Kind ein ganz neues Erleben des Lebens bedeuten kann. Nur wenn man damit dann unglücklich ist und sich vielleicht auch garnicht mehr liebt, aber die unsichtbare Hand der Werte und die Angst vor dem Alleinesein einen dazu zwingt dieses Konstrukt aufrecht zuerhalten, weil der Handlungsspielraum der beteiligten Individuen es nicht anders zulässt, ist einiges ziemlich im argen und fürs Kindeswohl nicht unbedingt förderlich. Dann sind die Stützpfeiler der Beziehung Verachtung, Ignoranz und Abhängigkeit. Deshalb ist es wichtig Beziehungen auch mal zu hinterfragen und das "Glück" das man empfindet auf den Prüfstand zu stellen. Ich glaube, es gibt einen Punkt in jeder Beziehung, an dem man durchaus glücklich ist, aber trotzdem ebendieses Glück in Frage stellt, ob es das wirklich ist, oder ob mir etwas fehlt und es bei ehrlicher Betrachtung wirklich eine Zukunft hat. Das kann unter Umständen zu abenteuerlichen und überraschenden Ergebnissen führen und manchmal lässt es sich nur mit einem unerklärlichem Gefühl beschreiben, was sich nur schwer glauben lässt. Besteht aber ein respektvoller Umgang miteinander, der durch Vertrauen, Offenheit und Ehrlichkeit charakterisiert ist, ist es durchaus verständlich und besser zu ertragen. Damit ist natürlich nicht der Trennungsschmerz genommen, aber es bleiben keine Fragen offen und kein ungutes Gefühl zurück. Der/die Andere wird dann nicht zum Hassobjekt, sondern man weiß, dass es richtig ist, weil man sich auch mag und alles andere, zum Beispiel die Beziehung, nur um den Anderen nicht zu verletzen, weiterzuführen, um dann irgendwann in eine ziemlich schräge Kiste zu verfallen, wäre nicht richtig.
Anmerkung(Ich benutze der Einfachheit halber nur die männliche Anrede, was nicht bedeutet, dass Frauen ausgeschlossen sind)

1 Kommentare:
ach, wie schön wäre es, wenn es so einfach wäre. man erkennt, dass man unglücklich in einer beziehung ist, trennt sich (auch trotz kind) und kann wieder anfangen ein glückliches leben zu führen...
wäre das wirklich für alle beteiligten besser? was ist überhaupt persönliches glück? sollte man das nicht erst einmal für sich klären? kann man das überhaupt? bedeutet der traumpartner glück? gibt es den überhaupt? bedeutet liebe glück? was ist liebe? bedeuten eigene kinder glück? und was macht einen glücklicher, traumpartner oder eigene kinder? ist das persönliche glück wichtiger, als das glück anderer? kann man sich nicht auch mit ein wenig glück zufrieden geben? ein bisschen glück?
sich zu trennen geht eigentlich ganz einfach. es ist zumindest einfacher, als an sich zu arbeiten und die eigenen bedürfnisse auf den prüfstand zu stellen. ist es wirklich die falsche entscheidung eine scheinbar unglückliche beziehung zu führen, wenn man noch nicht einmal weiss, ob dieses unglücklichsein überhaupt gerechtfertigt ist? wer sagt denn, dass das problem wirklich zwischen den partnern besteht? wer sagt denn, dass man mit jemand anderem oder alleine glücklicher wäre?
und das man in einer beziehung unglücklich ist, muss nicht bedeuten, dass man dem anderen etwas vormacht. und der fall, dass beide partner voneinander wissen, dass sie unglücklich sind, bedeutet nicht, dass man sich trenne muss. es bedeutet lediglich, dass man dem anderen klar macht, dass man noch andere bedürfnisse hat. mehr nicht.
klar ist das kein toller zustand. aber vieleicht ist es besser ein solches beziehungstief auch mal über einen längeren zeitraum durchzustehen als blind sein glück in etwas neuem zu suchen. gerade, wenn kinder mit im spiel sind, sollte man sich bei einer trennung sicher, wirklich sicher sein! man sollte nicht darauf hören, was medien, werbung, eltern und freunde behaupten, was glück sei und wie man es schaffen kann glücklich zu sein.
ich weiss nicht, was glück ist. ich weiss nicht, ob ich unglücklich bin oder nur der illusion erliege, dass ich anders glücklicher wäre. ich weiss nicht einmal, ob ich überhaupt glücklich sein will... na ja, klar will ich glücklich sein... doch was bedeutet das und wie soll das gehen? im prinzip werde ich eh die falschen entscheidungen treffen und die falschen dinge sagen... so war es bisher und wird es vermutlich immer sein. wenn man sein leben verkackt, sollte man dabei wenigstens konsequent sein...
kapitulation...
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